Monatsreport März ’20

Monatsreport März ’20

Der März gehört zu den ereignisreichsten Monaten meines Lebens. Die Welt ist nicht mehr die gleiche, wie noch vor wenigen Wochen. Und es steht die Frage im Raum, wann und ob diese Welt wieder „normal“ wird.

Ich habe mir unseren Februar-Bericht noch mal angesehen und darin steht kein einziges Wort über Corona. Es war scheinbar noch nicht wichtig. Nur vier Wochen später hat das Virus zu viel Leid, einem Börsencrash und dem Beginn einer Wirtschaftskrise geführt.

Da zeigt sich, wie unbeständig und fragil unser System ist. Auf der anderen Seite zeigt sich aber auch, wie anpassungsfähig und gutherzig die meisten Menschen sind. Die Welt hält (überwiegend) zusammen.

Corona kann uns gar nichts

Glücklicherweise betrifft uns die Corona-Krise nicht besonders stark. Wir sind in einer Branche unterwegs, die aktuell von den Entwicklungen profitiert. Viele Unternehmen benötigen Hilfe bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle oder bei der Akquise neuer Kunden.

Nur ein Kunde hatte zwischenzeitlich die Zusammenarbeit mit uns auf Eis gelegt. Er ist allerdings wieder an Board und veranstaltet gemeinsam mit uns einen Online-Kongress in seiner Branche. Das ist die richtige Reaktion auf die Situation!

Zwei andere Kunden müssen sich aktuell neu orientieren und kommen wieder auf uns zu, wenn sie mehr Klarheit darüber haben, wo ihre Reise hingeht.

Wir möchten allen unseren Kunden (und auch allen anderen Unternehmen) dringend ans Herz legen, die Chancen in dieser Krise zu suchen und so gut es geht zu nutzen. Niemand weiß, wie lange unser Leben durch die Pandemie eingeschränkt und beeinflusst wird. Deswegen ist es höchst gefährlich, zu versuchen, diese Situation stumpf auszusitzen und auf Normalität zu hoffen.

Natürlich haben wir keine vorbereiteten Lösungen in der Tasche. Wir sind aber dazu bereit, gemeinsam mit euch über mögliche Chancen nachzudenken. Mit mehreren Kunden haben wir bereits angepasste Angebote auf den Weg gebracht.

Das erste große E-Commerce Projekt

Wir hören seit neustem auf den Namen Kosmetik-Bros. Vor allem Mo kann all eure Fragen zu Naturkosmetik beantworten, nachdem er mehrere hundert Produkte überarbeitet hat.

Bei dem E-Commerce Projekt handelt es sich um einen laufenden Shop für ausgewählte Naturkosmetik. Wir kümmern uns vor allem um SEO, E-Mail-Marketing, Shop-Design und digitales Marketing. Im Gegenzug erhalten wir eine prozentuale Beteiligung am Umsatz.

Solche Projekte sind für uns aktuell sehr spannend, weil sie skalierbar sind. Wir gehen momentan ziemlich krass in Vorleistung und arbeiten für sehr wenig Geld. Allerdings sind wir überzeugt davon, dass der Shop richtig groß wird und sich die Arbeit am Ende lohnt.

Aktuell verkaufen wir nur in der Schweiz. Die Expansion nach Deutschland steht bereits in den Startlöchern, wird aber noch ein paar Wochen brauchen. Ab dann erwarten wir natürlich, dass ihr euch fleißig mit natürlicher Fußbutter eindeckt!

Den Schweizer-Shop findet ihr hier: Beautypython.ch

Gründernetzwerk Vechta initiiert

Die Idee für die UnternehmerWG hatten wir im Spätsommer 2018. Eine der wichtigen Fragen war, in welcher Stadt wir unsere Unternehmen aufbauen wollen. Wir haben lange zwischen Hamburg, Köln und Münster hin und her überlegt. Dann haben wir uns für Vechta entschieden.

Diese Entscheidung hat sich rückblickend als clever herausgestellt, weil wir hier unser Netzwerk haben. Inzwischen haben wir einen guten Draht zu zahlreichen Unternehmen und dürfen einige von ihnen bei ihrem digitalen Marketing unterstützen.

Seit unserer Gründung hatten wir jede Menge Unterstützung und Hilfe von allen Seiten. Das Einzige, was wir vermisst haben, war der Austausch mit anderen Gründern und Unternehmern aus der Region. Es gab einfach kein vernünftiges Gründernetzwerk in Vechta. Bis jetzt.

Wir haben unser eigenes Netzwerk gegründet und im März das erste Treffen veranstaltet. Natürlich über Skype. Der Austausch hat Spaß gemacht und es haben sich auch direkt Kooperationen angebahnt.

Jetzt werden wir festlegen, was wir mit dem Gründernetzwerk erreichen möchten und wie die Treffen ablaufen sollen. Wir brauchen auf jeden Fall mehr Struktur. Aber wie das genau aussehen wird, wissen wir noch nicht.

Die Zahlen werden größer

42.000 Euro. So hoch war ein Angebot, das wir im März verschickt haben. Dabei handelt es sich um einen B2B-Online-Shop in der Kunststoffindustrie.

Das Angebot ist das höchste, das wir bisher verschickt haben. Der Shop beherbergt viele tausend Produktvarianten, weshalb die Überarbeitung sehr aufwändig wäre. Da kommen einfach einige Stunden zusammen.

Wir hoffen, dass das Unternehmen unser Angebot annimmt. Wir haben mega Bock auf ein Projekt in dieser Größenordnung. Außerdem haben wir uns bereits einige Gedanken gemacht, wie wir den bestehenden Shop optimieren können. Es wäre sehr schade, wenn wir diese Ideen nicht umsetzen können.

Feedbackgespräche mit Mitarbeitern

Jedes Unternehmen sollte eine gesunde Feedback-Kultur pflegen. Intensive Gespräche mit den Mitarbeitern decken die Verbesserungspotenziale auf. Im März haben wir ein solches Gespräch mit unserem Praktikanten Fabian geführt.

Das Feedback für uns und moin media war sehr positiv. Allerdings können wir unsere Struktur und Aufgabenverteilung verbessern.

Es geht in unserer Agentur oft drunter und drüber. Oft kommen spontan neue Aufgaben auf den Tisch oder die Prioritäten verschieben sich. Dieses Chaos haben wir bisher 1 zu 1 an unsere Mitarbeiter durchgereicht. Seit dem Feedback machen wir das nicht mehr so.

Mittlerweile staut sich das Chaos bei Mo und mir. Wir strukturieren die Aufgaben und geben sie geordnet an die Mitarbeiter weiter. Damit versprechen wir uns, die Produktivität zu erhöhen und die Gelassenheit in unseren Mitarbeiter zu bewahren. Bis dato klappt das ganz gut, zumindest werden wir besser.

Jetzt setzen wir alles daran, dass Fabian seine Bachelorarbeit bei uns schreibt. Wie cool wäre das? Ziemlich cool.

Blitzdigitalisierung einer Akademie

Es zählen verschiedene Akademien zu unseren Kunden. Eine davon hat sich kurzerhand dazu entschlossen, die ausfallenden Kurse online abzubilden. Dieser Schritt war in ungefähr zwei Jahren geplant und wurde auf einen neuen Termin in zwei Wochen vorgezogen.

Mo beschäftigt sich deswegen viel mit Lernmanagementsystemen und setzt ein Online-Portal auf. Wenn wir diese Blitzdigitalisierung geschafft haben, können wir diese Lösung auch für weitere Hochschulen, Akademien und Seminar-Anbieter zur Verfügung stellen.

Wir sind davon überzeugt, dass solche schnellen und mutigen Entscheidungen belohnt werden. Durch dieses neue Angebot können Unternehmen aus der Region die ruhigen Monate für die intensive Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden nutzen. Und das sogar aus dem Homeoffice heraus.

Liquidität? Ist da! KfW sei Dank.

Vor zwei Monaten haben wir einen Gründerkredit bei der KfW über die Volksbank beantragt. Dieser Kredit wurde genehmigt und wir haben uns die Hälfte bereits auszahlen lassen. Das sind 25.000 Euro, die wir in den nächsten sechs Monaten für Betriebsmittel verwenden können. Dann rufen wir die zweite Hälfte ab.

Das Geld war ursprünglich für die Finanzierung unseres Wachstums gedacht. Trotz Krise werden wir das Geld auch genau dafür verwenden. Konkret gesagt werden wir das Geld verwenden, um Gehälter, Freelancer und die Miete zu bezahlen.

Wir haben keine Erfahrung mit Krisen. Deswegen werden wir uns auf erfahrene Unternehmer verlassen müssen. In diesem Fall auf Sir Richard Branson: „Der beste Weg aus der Krise ist die Expansion.“

Umsatz im März

Performance Marketing: 3.678,97 €
Social Media: 525 €
Website-Betreuung: 425,04 €
Website-Erstellung: 5.039,38 €
Content-Erstellung: 857,50 €

Insgesamt haben wir 10.526 € Umsatz erwirtschaftet. Damit liegen wir unter dem All-Time-High von Februar.

Wir arbeiten sehr hart daran, in den nächsten Monaten im fünfstelligen Bereich zu bleiben. Das schaffen wir über eine effizientere Nutzung der Arbeitszeit. Im März bestand nur 25 Prozent der Auslastung des Teams aus abrechenbaren Stunden. Diesen Wert werden wir erhöhen.

Mo und ich haben im März zusammen 654 Stunden gearbeitet. Bei zwei Nasen und 31 Tagen sind das etwas über 10,5 Stunden pro Tag. Diesen Wert werden wir wahrscheinlich nicht weiter erhöhen können/wollen.

Differenz zum 6-stelligen Monatsumsatz: 89.474 €.

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